DAS KLÄREN WIR GERN FÜR SIE

Warum gibt es Klärwerke?

Das Abwasser aus den Haushalten und dem Gewerbe wird über die Kanalisationen zur Kläranlage transportiert.

Eine Kläranlage dient der Reinigung des Abwassers von unerwünschten Bestandteilen. Würde man das Abwasser ungereinigt in die Natur abgeben, hätte dies schwerwiegende Folgen, wie z.B.:

  • Nährböden für Krankheitserreger
  • Grundwasserverunreinigung
  • Geruchsbelästigungen
  • Keine Nutzung von Gewässern zur Erholung oder Freizeit mehr möglich
  • Gewässerverschmutzungen (Fischsterben durch Sauerstoffmangel...)

Auch wäre die Nutzung von Gewässern zur Erholung oder Freizeit nicht mehr möglich.

Je nach Verwendungszweck des Wassers ist auch das Abwasser mit unterschiedlichen Verunreinigungen behaftet. Daher benötigt man verschiedene Reinigungsverfahren.

Welche Reinigungsverfahren gibt es?

1. Mechanische Reinigung:

Das Abwasser von Neustadt, Rettin, Pelzerhaken und Altenkrempe gelangt in diesem ersten Reinigungsschritt durch die Grob- und Feinrechen. Der durch die Rechen entfernte grobe Schmutz (Papier und Hygieneartikel) ist gleichzeitig ein Schutz für nachfolgende Maschinen.

Im anschließenden Sandfang wird die Fließgeschwindigkeit herabgesetzt, so dass sich schwere Stoffe wie Sand absetzen können (Sedimentation).

Als nächstes gelangt das Abwasser in das Vorklärbecken, in dem die Fließgeschwindigkeit nochmals herabgesetzt wird. Dabei sinken die Fäkalien (Primärschlamm) auf den Beckenboden, leichtere Stoffe wie Fette schwimmen auf der Oberfläche. Beides wird durch eine fahrbare Räumerbrücke zusammengeschoben und gelangt so in die Faultürme.

2. Biologische Reinigung:

Durch die biologische Reinigung werden 90-95% der Schmutzstoffe entfernt.

Im sogenannten Belebungsbecken werden die gewässerbelastenden Stoffe wie Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff durch Mikroorganismen (Bakterien) abgebaut. Da die meisten Bakterien für den Abbau der Stoffe Sauerstoff benötigen (Aerobier), wird ihnen dieser durch Kreiseln, Bürsten und eine Druckbelüftung zugeführt.

Die Bakterien werden im Wasser durch Flocken sichtbar, dem sogenannten Belebtschlamm. Im Nachklärbecken werden die Belebtschlammflocken vom gereinigten Abwasser durch Sedimentation getrennt.

Der Belebtschlamm wird dann in das Belebungsbecken zurückgepumpt. Das gereinigte Wasser gelangt jetzt in einen Kiesfilter, in dem die letzten Schwebstoffe herausgefiltert werden, bevor es in den Vorfluter (Binnenwasser in Neustadt) eingeleitet wird.

Der aus dem Vorklärbecken in den Faulturm gepumpte Belebtschlamm bleibt dort etwa 30 Tage bei 37 °C. In dem Faulprozess werden organische Bestandteile durch Mikroorganismen abgebaut, bei dem Biogas entsteht, der als Energiequelle für ein BHKW genutzt wird. Selbst 30% des Stromverbrauchs auf der Kläranlage wird so gedeckt. Die Abwärme (heißes Wasser) wird für die Faulturmbeheizung genutzt. Nach der Entwässerung hat der Schlamm eine Festigkeit wie Humuserde. Jetzt spricht man auch vom Klärschlamm, der entweder landwirtschaftlich oder thermisch entsorgt wird. Der Neustädter Klärschlamm geht zur Verbrennung nach Hamburg.

Mit Biogas den eigenen Strombedarf decken

Der aus dem Vorklärbecken in den Faulturm gepumpte Belebtschlamm bleibt dort etwa 30 Tage bei 37 °C. In dem Faulprozess werden organische Bestandteile durch Mikroorganismen abgebaut.

Auf diese Weise entsteht Biogas, das als Energiequelle für ein Blockheizkraftwerk genutzt wird. Auch 30% des Stromverbrauchs der Kläranlage werden so gedeckt.

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